Künstlerin
MALEREI - MIXED MEDIA - OBJEKT
DÜSSELDORF // HERDECKE // NRW
Ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 90 x 80 cm, 2021 ...weitere
AKTUELLES (Auswahl)
2026
10/2026 Kunstverein Lindern LINDERN (Oldenburg)
09/2026 KUNSTPUNKTE 2026 / Atelierrundgang der Stadt DÜSSELDORF
04/2026 Frühjahrs.KUNST.Salon Signalwerk Frechen / Ralf Lobeck KÖLN
2024-2025
09/2025 KUNSTPUNKTE "my fair ry tales" ACKERSTR. 15 - Atelierrundgang der Stadt DÜSSELDORF
05/2025 zu Gast im ATELIER RALF LOBECK / KÖLN – 15 Jahre SIGNALWERK FRECHEN
11/2024 - 05/2025 INDISTINCT in der Reihe Kunst im Hotel / Villa Meererbusch MEERBUSCH
08/2024 - 09/2024 SIMILE / Projektraum KA!SERN Kaiserstraße / DORTMUND
06/2024 eigenLEBEN / im Kunstraum jETZT / ESSEN
03/2024 KLASSE GEMEISERT / Beteiligung Forum Kunst und Architektur / ESSEN
11/2023 - 04/2024 zwischenWELTEN / private Guest Gallery Dortmund / DORTMUND
weitere... 2007-2023(Auswahl)
ATELIER IM HOF
ACKERSTR. 15 (HOF) DÜSSELDORF
©Claudia Rottsahl-Schwachhöfer (2026)
Über meine Arbeit:
Malerei.
Bewegung. Schwung.
Verschwommenes gegen Klarheit.
Geschichten in Schichten ergeben einen Moment…
Bilder entstehen in mir durch Empfindungen und Eindrücke.
Sie entstehen zu Beginn in MIR. Ich führe sie im Prozess „heraus“.
Meist folgen sie der Spur eines Eindrucks, der daraus erwachsenden Gedanken sowie Momenten der Erinnerung mit Öl- oder Acrylfarbe auf Leinwand oder Papier. Aber auch andere Materialien und Mittel können dem „Herausführen“ u.U. dienlich sein, - und dementsprechend setze ich sie ein.
Seit fast zwanzig Jahren beschäftige ich mich mit den Phänomenen von Erinnern und Erinnert-werden - und was diese im Menschen bewirken.
„Erinnerung“ und wo sie im Menschen entsteht, wie „der Körper erinnert“ - wie Eindrücke Erinnerungen und Bilder im Kopf erzeugen; - wie Bilder, Stimmungen oder beispielsweise Gerüche einen Moment der Erinnerung herbeiführen: das alles bildet das Interesse und die Grundlage meiner Arbeit: des Malens meiner Bilder. Anfangs führte mich das - ganz selbstverständlich - in die Welt alter Bilder, alter Fotografien und alter Familienalben. So entstanden Bilder mittelgroßer Formate in Eitempera und Öl in Anlehnung an alte Familienfotos. Sie betonten jedoch anderes als die darauf zu sehenden Menschen. Stoff, Geschirr und Kinderwagen; Naturphänomene und Muster berühren, - und bewirken vielleicht genau das: Erinnerungen, die einen Moment - womöglich einer anderen Welt -„zurückholen“ können, vielleicht ein Gefühl, einen Geruch, eine Haptik oder eine Melodie. Manchmal ist es auch einfach nur ein Verweilen und es bleibt ein Geheimnis, was in einem Betrachter/einer Betrachterin geschieht - und auch, was der Anlass meiner Malerei war. Immer mehr hielten diese Erscheinungen und Wahrnehmungen Einzug und Bedeutung in meiner Arbeit. Immer mehr suche ich die Essenz einer Wahrnehmung. Ich gehe davon aus, dass Menschen generell ähnliche Bilder von beispielsweise Naturphänomenen in sich haben. Jeder kennt ein welkes Blatt, ein Stück Holz, den Spaziergang am Strand und Wellen des Meeres oder hat schon einmal einen wehenden Vorhang an einem geöffneten Fenster gesehen. Das, wovon ICH denke, dass es eine Art Essenz bildet, nehme ich und spiele, bewege, vermische und forme, und während eine Arbeit entsteht, wird es ein Erfinden, - ein Erfinden meiner Formensprache.
So (er)finden sich in meiner Arbeit zwischen den Medien nicht nur neue Bilder der Malerei, sondern zuweilen auch Fotoarbeiten, Grafisches sowie Objekte im Raum. Die Malerei steht im Vordergrund, ist aber nicht das einzige Medium, in dem Bilder entstehen. Mithilfe von Zweckentfremdung von Mitteln und Materialien wird aus Malerei Fotografie oder Objekt – und umgekehrt. Fotoarbeiten entstehen zusätzlich, erlauben den Blick zur Seite, enthalten Erinnerungen und Eindrücke und werden mitunter zu eigenständigen Arbeiten, die ich teilweise mit Acrylfarbe ergänze.
Sie entstehen - wie auch die Papierarbeiten - nicht mit dem Blick von Fotograf*innen, sondern mit dem Blick der Malerin.
Ganze Reihen von Arbeiten können so erwachsen.
Antrieb und Ursache der Entstehung sind immer das Spiel mit der Wahrnehmung der natürlichen und alltäglichen Umgebung von Menschen sowie
die Suche nach ihr im Gegenüber, in Betrachter*innen.
Erinnerungen werden berührt.
Es arbeitet. Es entsteht. Es bildet Formen.
Die Formen erinnern immer wieder an Gesehenes, möglicherweise Bekanntes. Doch nie ist es eine Darstellung und nie ein Abbild von etwas
Wahrgenommenen. Es bleibt Erfindung.
Zuweilen überlagern sich diese Erscheinungen.
Stoffliches erinnert an Landschaft oder Federn.
Holzstruktur vermischt sich mit Blüten oder Steinernem.
So entwickeln diese Formen, die meist ähnliche Assoziationen in Betrachter*innen hervorrufen, etwas Eigenes.
In dieser Art Malerei zu entwickeln, sind Formen möglicherweise ähnlich oder wiederkehrend – auch aus der Freude heraus, in genau dieser Weise immer wieder neu zu erfinden.
©TEXTClaudia Rottsahl-Schwachhöfer 2026
Claudia Rottsahl-Schwachhöfer | Atelier Ackerstraße 15 (Hof) I Düsseldorf
I E-Mail: [email protected]